Über das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin betrachtet Medizin als historisch gewachsene und kulturell geprägte Praxis. Es untersucht aus interdisziplinärer Perspektive die Wechselwirkungen zwischen Medizin, Gesellschaft und Politik. Das Institut wurde 1983 von Professor Ulrich Tröhler, Medizinhistoriker, gegründet, er leitete es bis 1994. Von 1998 bis 2024 leitete die Medizinhistorikerin und -ethikerin Professorin Claudia Wiesemann das Institut. 2025 hat Professorin Silke Schicktanz, die zuvor die Arbeitsgruppe Kultur und Ethik der Biomedizin führte, die Leitung übernommen.
Unser Team
Unser Team ist interdisziplinär geprägt und vereint Forschende aus Bioethik, Philosophie, Soziologie, Politik- und Kulturwissenschaften, Geschichte, Pädagogik, Lebenswissenschaften und Medizin. Diese fachliche Vielfalt bildet das Fundament unserer Arbeit: Unterschiedliche methodische und theoretische Zugänge ermöglichen es, das Verhältnis von Medizin, soziotechnischen Entwicklungen und politischen Zusammenhängen kritisch zu analysieren. Die Forschung bewegt sich dabei im Spannungsfeld von empirisch-sozialer Analyse, normativer Begründung, begrifflicher Analyse und gesellschaftlicher Reflexion.
Institutsleitung
Prof. Dr. Silke Schicktanz ist seit 2025 Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen. Nach wissenschaftlichen Stationen in Tübingen, am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin sowie an der Universität Münster wurde sie 2006 zunächst Juniorprofessorin und 2010 Universitätsprofessorin für Kultur und Ethik der Biomedizin an der Universität Göttingen. Internationale Forschungsaufenthalte führten sie unter anderem nach Berkeley und San Francisco sowie nach Delhi, Tel Aviv und Montreal.
Publikation: „Die Tiefe des Eingriffs. Wie wir Menschen unsere Umwelt unumkehrbar verändern“
In der populären Reihe „Was bedeutet das alles?” des Reclam-Verlags ist von Dr. Lorina Buhr das Buch „Die Tiefe des Eingriffs. Wie wir Menschen unsere Umwelt unumkehrbar verändern“ erschienen. Es bietet einen Streifzug zu den Begriffen „Irreversibilität” und „Reversibilität” in den Natur- und Erdwissenschaften und regt zu einer kritischen Reflexion der Idee an, Verluste und Schäden in der Natur durch den Einsatz verschiedener Techniken und Maßnahmen umkehren zu wollen. Das Buch verbindet wissensgeschichtliche mit technik- und begriffsethischer Analyse.
Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Website des Reclam-Verlags.
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