Unsere Lehrveranstaltungen

Im medizinischen Curriculum unterrichten erfahrene und engagierte Dozent*innen des Instituts. Das Lehrangebot umfasst folgende Lehrveranstaltungen: 

In der Regel wird im Wintersemester zusätzlich ein Wahlfachseminar Aktuelle Themen der Medizinethik angeboten, das auch für Studierende der Philosophischen und Sozialwissenschaftlichen Fakultät geöffnet wird (bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen). In der Zahnmedizin unterrichten wir die prüfungsrelevante Veranstaltung Ethik der Zahnmedizin. Im BA-Studiengang Molekulare Medizin wird das Seminar Ethik in den Lebenswissenschaften unterrichtet.

Medizinische Terminologie

Turnus: 1. Semester | Kurssprache: Deutsch | Prüfungsleistung: Klausur | Kontakt: Dr. Tatjana Weber

 

Inhalte der Lehrveranstaltung

Medizinisches Handeln ist untrennbar mit Sprache verbunden. Jede Anamnese, jede wissenschaftliche Publikation und jede interprofessionelle Kommunikation erfordert einen präzisen, reflektierten Umgang mit Terminologie. Die Lehrveranstaltung führt Sie in die Grundlagen der medizinischen Fachsprache ein und vermittelt ein sicheres Verständnis zentraler Begriffe.

Welche Fähigkeiten Sie erwerben

Sie lernen mithilfe von Vorlesung, Selbststudium und Online-Materialien die relevanten Vokabeln und Fachbegriffe systematisch zu erschließen und sicher anzuwenden. 

 Veranstaltung in StudIP

Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin

Turnus: durchgehend | Kurssprache: Deutsch | Prüfungsleistung: Klausuren

 

Der Querschnittsbereich 2 GTE begegnet den Studierenden an verschiedenen Stellen des Medizinstudiums. Die im Folgenden beschriebenen Lehrveranstaltungen sind jedoch als eine Einheit zu sehen. Die Teilnahme ist Pflicht. Die beiden größten Lehrveranstaltungen im Modul 1.1 (GTE I) und Modul 6.1 (GTE II) werden in einer einheitlichen Leistungsbewertung zusammengefasst. Die Lehrinhalte der anderen Veranstaltungen werden im Rahmen der jeweiligen Modulklausuren geprüft.

Inhalte der Lehrveranstaltung

GTE I im Modul 1.1 „Ärztliche Basisfertigkeiten und Grundkenntnisse“

Die Studierenden nehmen über einen Zeitraum von vier Wochen an vier Seminarsitzungen teil. Es werden Seminare zu verschiedenen Themen angeboten, z. B. von der Eugenik zur Humangenetik, zur Geschichte der Psychiatrie oder Behandlung von Infektionskrankheiten sowie zur Frage, wie sich soziale und ethische Zielsetzungen der Medizin und der Forschung im Zeitverlauf verändern.

Anhand dieser Themen befassen sich die Seminare exemplarisch mit Grundfragen und Prinzipien der Geschichte der Medizin und gesundheitsbezogener Disziplinen und deren Implikationen für die Medizinethik der Gegenwart. 

GTE II „Medizinethik“ in den Modulen 2.4, 5.1, 5.3 und 6.1

Modul 2.4 

In diesem Modul werden in einer kurzen Unterrichtseinheit grundlegende Fragen und ethische Aspekte der Forschung an Menschen und Tieren sowie der guten wissenschaftlichen Praxis behandelt. Die Studierenden lernen die wichtigsten ethischen Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens kennen, wie sie bei der Planung einer Studie, der Rekrutierung von Forschungsteilnehmenden bis hin zur Publikation von Forschungsergebnissen zu beachten sind. Themen sind unter anderem der Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten (z. B. Plagiate) und das Stellen von Ethikanträgen. Die Vorlesung ist auch für die Abfassung einer medizinischen Doktorarbeit von besonderer Bedeutung. 

Modul 5.1 

Im Modul 5.1 „Nervensystem und Psyche“ führt eine Lehreinheit in das Thema Selbstbestimmung von Patient*innen ein. Behandelt werden die Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts, die Begriffe Einwilligungsfähigkeit, Geschäftsfähigkeit und Testierfähigkeit, die stellvertretende Einwilligung sowie die Frage nach den Grenzen der Selbstbestimmung. Eine weitere Lehreinheit Recht und Forensik II wird gemeinsam mit Lehrenden der Klinik für Forensische Psychiatrie durchgeführt. Im Fokus stehen ethische Fragen der forensischen Psychiatrie, insbesondere des Maßregelvollzugs. Das Thema Selbstbestimmung des Patienten wird im Modul 6.1 aufgegriffen und vertieft. 

Modul 5.3 

In dieser Lerneinheit geht es um ethische Fragen im Kontext der modernen Reproduktionsmedizin sowie um den Umgang mit Inter- und Transgeschlechtlichkeit. Die Veranstaltung ist in das klinische Modul zu Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane integriert und umfasst zwei Vorlesungen und ein Fallseminar von je 90 Minuten (das Fallseminar ist eine Pflichtveranstaltung) sowie etwa 120 Minuten für Textlektüre und Selbststudium. Behandelt werden ethische Fragen der modernen Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin (z. B. IVF, Schwangerschaftsabbruch, moralischer Status des Embryos und Fetus etc.) sowie die Themen Störungen/Varianten der geschlechtlichen Entwicklung bzw. Intersex und Transgeschlechtlichkeit

Modul 6.1

In diesem Modul vertieft die GTE-Veranstaltung medizinethisches Wissen und übt die ethische Urteilsbildung mit den Studierenden. Sie besteht aus vier doppelstündigen Vorlesungen und vier korrespondierenden Fallseminaren sowie dem vertieften Selbststudium durch Online-Literatur. In den 90-minütigen Fallseminaren (mit Pflichtanwesenheit) werden schwierige ethische Fälle aus dem klinischen Alltag besprochen und Lösungsansätze diskutiert. Der genaue Ablauf wird in der ersten Sitzung sowie über einen zusätzlichen Ablaufplan erläutert, der auf Stud.IP zur Verfügung gestellt wird. Die Unterrichtsthemen greifen zentrale klinisch-praktische Themen mit gesellschaftlicher Aktualität auf:

  • Grundlagen der Medizinethik: rechtliche und ethische Aspekte der Selbstbestimmung von Patient*innen, Umgang mit Patient*innen mit eingeschränkten Entscheidungskompetenzen (z. B. Kinder)
  • Transplantationsmedizin, Organspende, Organverteilung
  • Therapieabbruch; Entscheidungen am Lebensende
  • Ökonomisierung im Gesundheitswesen, gerechte Verteilung knapper Güter.

Welche Fähigkeiten Sie erwerben

Sie entwickeln ein Bewusstsein für die historischen und gesellschaftlichen Dimensionen ärztlichen Handelns und gewinnen ein vertieftes Verständnis dafür, wie aktuelle Fragen der modernen Medizin auch historisch und politisch abhängig zu verstehen sind. Zugleich stärken Sie Ihre Fähigkeit, medizinische Theorien und Praxis kritisch zu analysieren und zu reflektieren. Das verpflichtende Seminar stellt die Basis für die weiterführende Auseinandersetzung mit Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin dar.

Veranstaltung in StudIP

Ethik in den Lebenswissenschaften

Beginn: Wintersemester | Kurssprache: Deutsch | Prüfungsleistung: Referat | Kontakt: PD Dr. Solveig-Lena Hansen

 

Inhalte der Lehrveranstaltung

Fortschritte in den Lebenswissenschaften eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten und werfen zugleich grundlegende ethische Fragen auf. Das Seminar führt in zentrale Positionen, Argumentationsweisen und Kontroversen der Bioethik ein und vermittelt einen systematischen Zugang zu moralischen Fragestellungen in Medizin und biomedizinischer Forschung. Im Fokus stehen aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen. Ziel ist die Befähigung zur eigenständigen und kritischen Reflexion bioethischer Debatten. Die Veranstaltung findet im Wintersemester in Präsenz statt. Ablauf und Seminarplan werden zu Beginn bzw. über Stud.IP bekanntgegeben. BA-Studierende der Molekularen Medizin melden sich über Stud.IP an (Selbstregistrierung), medizinische Doktorand*innen bis zum 11. Oktober per E-Mail.

Welche Fähigkeiten Sie erwerben

Sie lernen, ethische Fragestellungen in den Lebenswissenschaften strukturiert zu analysieren, Argumentationslinien kritisch zu prüfen und begründete Urteile zu formulieren. Dabei entwickeln Sie die Fähigkeit, komplexe moralische Konflikte aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren.

Veranstaltung in StudIP

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