Angebote des Instituts
Das Institut bündelt eine Reihe von Angeboten im Bereich der Medizinethik und -geschichte. Dazu zählen eine spezialisierte Präsenzbibliothek, eine Ausstellung zweier medizinhistorischer Lehrsammlungen sowie die Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin (IDEM).
Kornelia Drost-Siemon
Telefon: +49 (0)551 39 69007
E-Mail: kdrost(at)gwdg.de
🕘Öffnungszeiten der Bibliothek und Sammlungen
Dienstag & Mittwoch: 09:00 – 16:30 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:30 Uhr
Präsenzbibliothek

Unsere Präsenzbibliothek verfügt über einen Gesamtbestand von etwa 26.000 Bänden, darunter 43 laufend geführte Zeitschriften. Sie ist damit eine der führenden Fachbibliotheken in Deutschland. In Kooperation mit der „Akademie der Ethik in der Medizin. Fachgesellschaft für Ethik im Gesundheitswesen (AEM)“ liegt der Sammelschwerpunkt seit 1998 auf dem Gebiet „Ethik in der Medizin”. Die Bibliothek kann von Studierenden aller Fächer, Wissenschaftler*innen sowie von allen an der Ethik und Geschichte der Medizin Interessierten benutzt werden.
➜ Institutskatalog ➜ Antrag für Bibliotheksausweis stellen.
💻 Arbeitsmöglichkeiten
Die Bibliothek verfügt über zehn Arbeitsplätze, sechs davon mit Stromversorgung. Diese können nach formloser Anmeldung genutzt werden.
📸 Kopieren
Es besteht eine Scan- und Kopiermöglichkeit (Scans kostenfrei, A4-Kopie zu 5 Cent) im 1. Stock des Instituts.
Medizinhistorische Ausstellung
Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin beherbergt zwei bedeutende medizingeschichtliche Lehrsammlungen, die in einer medizinhistorischen Dauerausstellung öffentlich zugänglich sind: die Sammlung zur Geschichte der Geburtsmedizin und die Moulagensammlung.
Der Besuch der Ausstellungen außerhalb der Öffnungszeiten und Führungen sind nach Absprache möglich.

Sammlung zur Geschichte der Geburtsmedizin
Mit der 1751 auf Initiative Albrecht von Hallers gegründeten Accouchieranstalt gehörte Göttingen zu den frühesten universitären Geburtskliniken. Bereits 1785 legte Johann Heinrich Fischer eine Präparatesammlung für Forschung und Lehre an, die von seinen Nachfolgern Friedrich Benjamin Osiander und Eduard Kaspar Jacob von Siebold erheblich erweitert wurde und zeitweise rund 5.000 Objekte umfasste. Erhalten sind heute etwa 1.200 Stücke, darunter anatomische Wachsmodelle, historische Geburtsinstrumente, eine Nachbildung des Stein’schen Gebärstuhls sowie Modelle und Geräte zur Geburtshilfe und Wochenbettpflege. Eine Auswahl ist seit 1995 in einer Dauerausstellung zu sehen. Ergänzt wird der Bestand durch umfangreiche Geburtsprotokolle und weitere Archivalien aus der Frühzeit der akademischen Geburtsmedizin.

Moulagensammlung
Moulagen sind detailgetreue Wachsabformungen krankhaft veränderter Körper- und Hautpartien, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Lehr- und Studienobjekte dienten. Besonders in der Dermatologie und Venerologie wurden sie zur anschaulichen Dokumentation von Krankheitsbildern eingesetzt.
Auch die 1917 gegründete Göttinger Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten baute eine umfangreiche Sammlung auf. Die heute am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin aufbewahrte Kollektion umfasst rund 80 qualitativ hochwertige Moulagen aus den 1920er- und 1930er-Jahren, darunter Darstellungen von Syphilis, Gonorrhö, Tuberkulose und weiteren Hauterkrankungen. Nach einem zeitweiligen Bedeutungsverlust erlebt die Moulagenkunst erneut wachsende Aufmerksamkeit; eine Dauerausstellung im Institut präsentiert die Objekte in medizin- und kulturhistorischem Kontext.
Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin (IDEM)

Die Informations- und Dokumentationsstelle Ethik in der Medizin (IDEM) wird vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin in Kooperation mit der ➜ Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM) geführt und von der Universitätsmedizin Goettingen finanziert.
Zentrale Aufgabe der IDEM ist der Aufbau und die Pflege der medizinethischen Literaturdatenbank ➜ ETHMED. Sie umfasst deutlich über 20.000 Datensätze und kann kostenlos zur Recherche eingesetzt werden Über das ➜ Suchportal für die Lebenswissenschaften LIVIVO - ein Produkt der ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften kann ETHMED gemeinsam mit anderen Datenbanken durchsucht werden; dies ist auch über das ➜ Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften möglich.
Weitere Informationen finden Sie auf der ➜ Website von IDEM.
Das könnte Sie auch interessieren
